2003 - Trockenjahr mit Jahrhundertsommer
Datum: 25.02.04

Nach fünf zu nassen Jahren in Folge bescherte das Jahr 2003 Deutschland und Europa neue Hitzerekorde und eine extreme Trockenheit. Für Darmstadt bedeutete dies z.B. 2220 Sonnenstunden, davon allein 300 im Juni (neuer Rekord), den wärmsten Juni (21,2°) seit 1976 und eine neue maximale Höchsttemperatur von 38,2° am 8. August. Begriffe wie "Jahrhundertsommer" oder "Mittelmeerklima" gingen leicht über die Lippen.

Beim Niederschlag startete der Januar mit 71,4 mm in Darmstadt noch deutlich zu nass. Er wusch die Hoffnung auf ein Absinken der zum Jahreswechsel 2002/2003 ohnehin extrem hohen Wasserstände einfach hinweg. Mit Ausnahme des Mai und des Oktober (zu nass) folgten jedoch 9 zu trockene Monate. Schon der Februar erbrachte nur noch knapp 8,0 mm, der übermäßig heiße August nur etwa 17 mm. Der Sommer erbrachte nur 131 mm statt 235 mm. Mit 545 mm im Gesamtjahr fiel das Jahr 2003 gegenüber dem langjährigen Mittel (1961-1990) von 723 mm deutlich zu trocken aus.

Die Niederschlagsarmut wurde durch überdurchschnittliche Temperaturen und die endlos sonnigen Tage extrem verschärft. Mit 10,5 °C Jahresdurchschnitstemperatur setzte das Jahr 2003 die zu Beginn der 90er Jahre begonnene Serie überdurchschnittlich warmer Jahre fort. Bundesweit übertrafen die drei Sommermonate mit einer Mitteltemperatur von 19,7 °C nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sogar den Wert des bisherigen deutschen Rekordsommers von 1947.

Die Folgen waren Trockenschäden in der Landwirtschaft und eine Verschärfung der Stresssituation für die bereits vorgeschädigten Wälder. Das ganze Ausmaß der Schäden wird vermutlich erst in den Folgejahren sichtbar werden. An vielen Flüssen wurden historische Tiefsstände der Wasserpegel registriert.

Im Hessischen Ried normalisierte sich durch die fallenden Grundwasserstände die Situation in den Vernässungsgebieten schnell.

Eine ausführliche Analyse des bundesweiten Wettergeschehens für das Jahr 2003 bietet der Deutsche Wetterdienst .







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