Allgemeines zum Naturraum
Datum: 16.01.03

Der Projektraum umfasst das gesamte sogenannte "Hessische Ried". Die Grenzen bilden der Rhein im Westen, der Main im Norden, der Neckar bzw. Landesgrenze zu Baden-Württemberg im Süden sowie der Obenwaldrand bzw. die Bergstraße im Osten. Innerhalb der politischen Grenzen hat das Hessische Ried eine Fläche von 1.238 km². Es umfasst ganz oder in Teilen die Kreise oder kreisfreien Städte Frankfurt, Groß-Gerau, Darmstadt, Darmstadt-Dieburg und Bergstaße.

Die riesigen Schotterkörper und Sandmassen, die vom Rhein und seinen Nebenflüssen im Laufe der Jahrtausende in den absinkenden Oberrheingraben geschüttet wurden, bilden den natürlichen Speicherraum für die großen Grundwasservorkommen des Hessischen Riedes. Die geologische Entwicklung des Rheingrabens wird hier beschrieben.

Aufgrund dieser Speichereigenschaft und seiner Lage zwischen den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar, hat sich das Hessische Ried zu einem herausragenden Liefergebiet für die Trink- und Brauchwasserversorgung der gesamten Region entwickelt.

Das nur schwach reliefierte und weitgehend ebene Gelände wird gleichzeitig intensiv landwirtschatlich genutzt (einschließlich zunehmendem Sonderkulturanbau), wird von zahlreichen Verkehrswegen durchzogen (u.a. Autobahn A5 u. A67) und ist Standort von Siedlungs-, Gewerbe- und Industriegebieten.

Fragen des Grundwasserschutzes und der Grundwasserbewirtschaftung spielen daher in zahlreichen Planungsprozessen im Hessichen Ried eine entscheidende Rolle. So z.B. beim Bau von Straßen oder Bahnstrecken, bei der Versorgung neuer Stadteile mit Trinkwasser oder der Steuerung der Infiltration im Hessichen Ried.

Karte des Projektraums
 
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