Geologische Entwicklung des Rheingrabens
Datum: 15.01.03

Das hessische Ried liegt im nördlichen Teil des durch ein Grabenbruchsystem entstanden Oberrheingrabens. Die Ränder der einzelnen Schollen des Bruchsystems stellen Verwerfungen dar, deren relative Versätze z.T. eine Höhe von bis zu 2000 m erreichen.

Die stärksten Absenkungen traten im Eozän und Oligozän (Tertiär 53-23 Millionen Jahren vor unserer Zeit) auf. Ende des Pliozäns kam es zur Ablagerung von fluviativen Sedimenten (Sande und Kiese), mit Mächtigkeiten von ca. 500-3.500 Meter. Im oberen Bereich dieser Sand-Kiesablagerungen existieren 1-4 Grundwasserstockwerke, die von schluffig-tonigen Schichten mit verminderter hydraulischer Durchlässigkeit mehr oder minder getrennt werden.

Durch Grundwassereinflüsse, Flugsandauswehungen und Hochflutsedimentationen im Jungpleistozän und Holozän (Quartär 1,6-0,01 Millionen Jahren vor unserer Zeit) bildeten sich in vielen Bereichen lehmige-tonige und auch organische Böden.

Die ausgeprägt guten hydraulischen Eigenschaften und die Mächtigkeit der vorliegenden Flusssedimente machen das Hessische Ried zu einem reichhaltigem Grundwasserspeicher, der von den hiesigen Bewohnern und den angrenzenden Ballungsräumen genutzt wird.


Weitere Informationen zur geologischen Entwicklung des Rheingrabens :

Querschnitt des Rheingrabens
Miozän (7-64 Mio. Jahren)
 
Altquartär (280.000-2 Mio.Jahren)
 
Holozän (heute-10.000 Jahre)
 
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