Grundwasserstand
Datum: 29.11.02

Frühjahr 2012: Meist mittleres bis leicht erhöhtes Grundwasserstandsniveau

Vor einem Jahr, im Frühjahr 2011, gab es allerorten hohe bis sehr hohe Grundwasserstände. Vernässungen von Gebäuden und landwirtschaftlichen Flächen waren die Folgen (vgl. z.B. GWO-Artikel vom 01.02.2011 und 22.03.2011).  Es Bestand die berechtigte Sorge, die Grundwasserstände könnten weiter steigen.

Das sehr trockene Frühjahr 2011 brachte jedoch ein schnelle Wende, die Grundwasserstände sanken rasch wieder ab. Dieser Trend  hielt aufgrund des ebenfalls trockenen Herbstes bis zum Jahresende 2011 an, oftmals nur kurz unterbrochen durch den nassen August 2011 und die anschließend leicht steigenden Grundwasserstände im September und Oktober.  Der November 2011 war mit bundesweit  nur 3 mm Niederschlag der trockenste November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Erst die hohen Niederschläge im Dezember 2011 und Januar 2012 bewirkten in Gebieten mit eher geringen Grundwasserflurabständen wieder einen Grundwasseranstieg, in den übrigen mit einem hohen Abstand zum Grundwasser setzte sich die fallende Tendenz fort (verstärkt durch den sehr trockenen Februar 2012, vgl. Niederschlag).

Nach den Hochständen zu Beginn des Jahres 2011 und den seither meist fallenden Werten liegen die Grundwasserstände im Hessischen Ried
im März großräumig auf einem mittleren Niveau - mit geringen lokalen Abweichungen nach unten oder oben. Im Raum Langen, Dreieich, Neu-Isenburg und Bauschheim (Untermainebene) liegen die Messwerte etwas unterhalb der mittleren Grundwasserstände. Nach Süden hin herrschen vorwiegend mittlere bis leicht erhöhte Grundwasserstände vor, so z.B. in Büttelborn, Weiterstadt, Griesheim, Riedstadt und Pfungstadt. In den infiltrationsgestützten Flächen südlich Gernsheim (z.B. Gernsheimer, Jägersburger und Lorscher Wald) entsprechen die Grundwasserstände weitgehend dem (mittleren) Niveau der Richtwerte des Grundwasserbewirtschaftungsplans Hessisches Ried. In Lampertheim und Viernheim sind sie wieder leicht erhöht.

Aufgrund der trockenen Witterung im Februar und März kann vorerst von sinkenden Wasserständen ausgegangen werden.

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