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Winter 2011/12: Insgesamt mild und nass - bei eisiger Kälte Anfang Februar

Der meteorologische Winter (Dezember - Februar) verlief laut Deutschem Wetterdienst insgesamt vergleichsweise mild, bei deutlichem Niederschlags- und leichtem Sonnenscheinüberschuss. Anfang Dezember kam eine ausgeprägte westliche Strömung in Gang, mit der zahlreiche Sturmtiefs über Nordeuropa ostwärts zogen. Sie führten überwiegend milde und sehr feuchte Luft heran. Mit einer Unterbrechung Mitte Januar hielt diese Großwetterlage acht Wochen lang an. Ende Januar führten Hochdruckgebiete, die aus Sibirien kommend sich bis Nordwestrussland erstreckten, eisige Kälte nach Mitteleuropa. So herrschten für zwei bis drei Wochen strenge Fröste in ganz Deutschland.

Trotz der eisigen ersten Februarhälfte (Minimum -18,0 °C in Darmstadt) war der Winter 2011/12 mit 2,0 °C in Darmstadt um 1,3 Grad zu warm (bundesweit 1,0 °C statt 0,2 °C). In der Kälte fiel nahezu kein Schnee. Die milden Luftmassen im Dezember und Januar brachten dagegen reichlich Niederschlag. Mit 108 mm wurde das Soll (52 mm) im Dezember in Darmstadt um gut 100 Prozent überschritten. Der Februar war dagegen ausgesprochen trocken (in DA nur 9,9 mm statt 41,3 mm). In der Summe fiel der Winter dennoch zu nass aus. In Darmstadt fielen 184 mm (Soll 142 mm), bundesweit waren es 38 % mehr als im Mittel (249 mm statt 181 mm).

Die kalten Wintertage im Januar und Februar waren mit reichlich Sonnenschein verbunden. Insgesamt war der Winter daher in Darmstadt mit 104 Stunden sonniger als im Mittel erwartet (75 Std.).

Frühjahr 2012:  sonnig, warm  und wieder deutlich zu trocken

Nach dem extrem trockenen Frühling 2011 blieb die Niederschlagsmenge auch im Frühling 2012 weit hinter den Erwartungen zurück. In Darmstadt fielen mit 117 mm nur etwa 70 % des langjährigen Mittelwertes (165 mm);  bundesweit waren es nur 57 %, da es insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern extrem trocken war. Zu Buche schlug insbesondere der März, der an der Station im darmstädter Oberfeld nur 21 von erwarteten 54 mm erreichte (Frankfurt Flughafen 16 mm). Die Monate April (47,8 mm) und Mai  (ebenfalls 47,8 mm) reichten schon eher an ihr Soll heran (50,1 mm u. 61,1 mm). Laut Deutschem Wetterdienst erreichte die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Ostdeutschlands sowie in der Lüneburger Heide Ende Mai die höchste Stufe. Aber auch der nahe Odenwald war betroffen: Bereits Anfang April zerstörte ein Feuer bei Amorbach 240.000 m² Wald- und Wiesenfläche.

Insbesondere die Monate März und April boten einen Überschuss an Sonne. Die Frühlingssumme für Darmstadt von 611 Sonnenstunden (Mittelwert 486 Stunden) trug auch zu einem Wärmeüberschuss bei. März und April begannen zwar mit mittleren oder sogar kühlen Temperaturen (Nachtminimum Anfang April noch -5,0°), doch warme oder sorgar heiße Tage, z.B. der 28. April mit 30,7 Grad in Darmstadt, führten in den jeweils zweiten Monatshälften ebenso wie im Mai zu überdurchschnittlichen Temperaturen. Mit durchschnittlich 10,8 Grad waren die Monate März, April und Mai um 1,6 Grad zu mild (Maximum 2007 mit 11,9 Grad).

Sommer 2012: bislang sehr feucht

Nach dem trockenen Frühjahr zeigte sich der Sommer 2012 in den Monaten Juni und Juli ausgesprochen wechselhaft und feucht. In Darmstadt wurden die langjährigen Niederschlagsmittelwerte (77,6 mm im Juni und 75,7 mm im Juli) mit 94,8 mm und im Juli sogar 130,9 mm weit überschritten. Zahlreiche Schauer und schwere Gewiitter sorgten regelmäßig für Niederschläge, niederschlagsfreie Tage waren in der Minderheit. Die Lufttemperatur entsprach in beiden Monaten genau dem langjährigen Mittel (16,6 und 18,3 Grad).

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Niederschlagssummen an den DWD-Stationen Frankfurt-Flughafen und Darmstadt. 













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Veröffentlicht am: 2003-02-04 (27305 mal gelesen)

 

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