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Grundwasserstand Herbst 2011 - Mittleres bis leicht erhöhtes Niveau


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Frühjahr 2011: Hohes Grundwasserstandsniveau nach Grundwasserhöchstständen im Februar

Aufgrund des nassen Sommers 2010 war das Ausgangsniveau der Grundwasserstände vor dem hydrologischen Winterhalbjahr 2011 vergleichsweise hoch. Das erste Quartal des Winterhalbjahres begann auch mit überdurchschnittlich hohen Niederschlägen. Dies führte dazu, dass der im Sommer 2010 einsetzende Grundwasseranstieg bis Februar 2011 anhielt und in weiten Bereichen des hessischen Rieds Grundwasserhochstände erreicht wurden, die dem Niveau der Nassperiode 2001 – 2003 entsprachen. Vielerorts kam es zu Kellervernässungen und Überstauungen landwirtschaftlicher Flächen, z.B. westlich des Pfungstädter Moores. Erneut kam es zu Diskussionen darüber, inwieweit die hohen Grundwasserstände auf der Infiltration beruhen (Fragen und Antworten).

Die ausgesprochen trockenen Monate Februar bis April 2011 sorgten für einen leichten Grundwasserstandsrückgang.

Abweichungen hiervon finden sich in der Nähe von Vorflutern, die das Grundwasserniveau stabilisieren, d.h. sie wirken einem übermäßigen Absinken des Grundwasserspiegels durch Infiltration entgegen und verhindern einen übermäßigen Anstieg durch Exfiltration. Hier folgt der Grundwasserstandsgang maßgeblich dem Vorfluterpegel. Der sehr niedrige Rheinpegel seit Februar 2001 machte sich in Rheinnähe mit deutlich fallenden Grundwasserständen bemerkbar. Im Mai waren die Pegel der meisten deutschen Flüsse so niedrig wie seit etwa 100 Jahren nicht mehr zu dieser Jahreszeit.

Auch in den Bereichen, die von der Infiltration des Wasserverbandes Hessisches Ried beeinflusst werden, kann der Grundwasserstandsgang deutlich abweichen. Die Infiltration wurde entsprechend der Grundwasserstandsentwicklung gesteuert, um die Grundwasserstände auf dem Niveau der Richtwerte des Grundwasserbewirtschaftungsplans Hessisches Ried zu stabilisieren. Nach dem Revisionsstillstand im Januar 2011 wurde die Infiltration aufgrund des hohen Grundwasserstandsniveaus und dem Erreichen von Abschaltwerten gemäß Betriebsreglement erst im Mai (Gernsheim, Jägersburg) bzw. Juni (Eschollbrücken) wieder in Betrieb genommen.

Herbst 2011: Mittleres bis leicht erhöhtes Niveau nach trockenem Frühjahr und Herbst

Aufgrund des extrem trockenen Frühjahrs fielen die Grundwasserstände bis Juli weiter ab. Erst der in Südhessen sehr nasse August löste wieder einen leichten Anstieg der Grundwasserstände aus. Durch die warm-trockenen Monate September und Oktober 2011 findet aktuell keine nennenswerte Grundwasserneubildung statt. Die Grundwasserstände fallen vielerorts wieder langsam ab.

In weiten Teilen des Hessischen Rieds befinden sich die Grundwasserstände auf einem mittleren bis leicht erhöhten Niveau. Dies gilt insbesondere für die von der Infiltration des Wasserverbandes Hessisches Ried gestützten Bereiche im zentralen Ried. Die Infiltration wird entsprechend der Grundwasserstandsentwicklung gesteuert, um die Grundwasserstände auf dem Niveau der Richtwerte des Grundwasserbewirtschaftungsplans Hessisches Ried zu stabilisieren. In Rheinnähe liegen sie Ende Oktober aufgrund der seit Wochen trockenen Witterung eher unter dem Mittel.

Aktuelle Ganglinien finden Sie unter der Rubrik Messstellen oder über den Kartenserver.





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Veröffentlicht am: 2012-03-08 (5844 mal gelesen)

 

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