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Aktuelles: Brunnen schützen Pfungstadt-Hahn erfolgreich vor Vernässungsschäden
Geschrieben am 13.04.11  Optionen: Druckversion Artikel versenden

WolkenDer Ortsteil Hahn der Stadt Pfungstadt gehört zu den Gebieten des Hessischen Rieds, die besonders unter witterungsbedingt hohen Grundwasserständen zu leiden haben. Eine 2009 in Betrieb gegangene Anlage aus drei Schutzbrunnen hat sich bei den aktuell sehr hohen Grundwasserständen bewährt. Durch das gezielte Abpumpen von Grundwasser konnten Kellervernässungen verhindert werden.



In der ausgeprägten Nassperiode 1999-2002 drang das Grundwasser in Hahn in zahlreiche Keller ein - mit allen bekannten Folgen für die Bewohner und die Gebäudesubstanz. Die Stadt Pfungstadt entschloss sich in der Folge zum Bau von Schutzbrunnen am nördlichen Ortsrand von Hahn. Das Konzept sah vor, Grundwasser in gefährdeten Bereichen abzupumpen und über den Lohraingraben in Richtung Rhein abzuleiten.


Grundwasserwasserstand Schutzbrunnen

Abb. 1: Grundwasserstände an der Steuerungsmessstelle SWP-H-G-01 und in den drei Schutzbrunnen Pfungstadt-Hahn  Bild größer
© BGS UMWELT 2011

Seit der Inbetriebnahme im Mai 2009 wird die Anlage von den Stadtwerken Pfungstadt und dem beauftragten Ingenieurbüro BGS UMWELT gesteuert. Da das Grundwasser bereits bei Inbetriebnahme über dem für die Gebäude noch verträglichen Wert von 87,50 müNN lag, ging der mittlere der drei Brunnen (SWP-H-BR 2) direkt in Betrieb. Wie aus der Abbildung 1 hervorgeht, konnte der Grenzwert in der Folge an der im Siedlungsbereich gelegenen Steuerungsmessstelle SWP-H-G-01 genau eingehalten werden. Das Ein- und Ausschalten führte im Brunnen 2 (Messstelle SWP-H-Br 2) zu entsprechend stärkeren Schwankungen des Grundwasserstandes.

Ausgelöst durch hohe Niederschlagsmengen kam es dann im Herbst und Winter 2010/11 im Hessischen Ried zu einem schnellen Grundwasseranstieg, der vielerorts wieder zu Kellervernässungen oder überschwemmten landwirtschaftlichen Flächen führte. Abbildung 2 zeigt überstaute Äcker südlich von Hahn. Die maximalen Grundwasserstände (bislang Februar/März 2011) reichten bis auf wenige Dezimeter an die der Nassperiode 1999-2002 heran.


Überstaute Ackerflächen südlich Hahn

Abb. 2: Überstaute Ackerflächen südlich von Hahn (07.02.2011)  Bild größer
© BGS UMWELT 2011

Für die gefährdeten Häuser in Pfungstadt-Hahn blieb die Lage dennoch entspannt. Durch den zusätzlichen Einsatz der Brunnen 1 (SWP-H-BR 1) und 3 (SWP-H-BR 3) kann der gesetzte Grenzwert von 87,50 müNN auch unter den aktuell sehr hohen Grundwasserständen eingehalten werden. Zum Schutz der Häuser mussten im Jahr 2010 etwa 500.000 m³  Grundwasser abgepumpt werden. Allein im Januar 2011 fielen etwa 75.000 m³ an. Außerhalb des Einflussbereiches der Schutzbrunnen stieg das Grundwasser 2011 um bis zu 80 cm an (Abbildung 3).

Nach fast zwei Jahren hat sich die Anlage zur Begrenzung des Grundwasseranstiegs in Pfungstadt-Hahn eindeutig bewährt. Die in der Planung durchgeführten Berechnungen zur Auslegung der Anlage sind durch die bisherigen Praxiserfahrungen bestätigt worden. Die Grundwasserstände werden in den Bereichen, aus denen Kellervernässungen gemeldet wurden, dauerhaft auf einem verträglichen Maß gehalten. Das zur Sicherstellung des Abflusses nachträglich im Lohraingraben montierte Schütz verhindert einen Rückfluss des abgepumpten Wassers in Richtung der Siedlung. Die eingeleiteten Wassermengen können auf diese Weise unschädlich abgeleitet werden.


Stabile Grundwasserstände druch die Schutzbrunnen
Abb. 3: Erfolg der Schutzbrunnen: An der Steuerungsmessstelle SWP-H-G-01 konnte der Grundwasserstand auf der gewünschten Höhe von 87,50 müNN gehalten werden. In der näheren und weiteren Umgebung kam es dagegen zu einem markanten Anstieg der Grundwasserstände.  Bild größer
© BGS UMWELT 2011


Redaktion GWO, mf


 

 

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