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Aktuelles: Weiter hohe Grundwasserstände im März 2011 - keine Infiltration
Geschrieben am 22.03.11  Optionen: Druckversion Artikel versenden

WolkenDie bisherigen Grundwasserhochstände dieses Winters wurden verbreitet zwischen Mitte Januar und Anfang März 2011 erreicht. Der trockene Februar hat zu einer leichten Entspannung der Situation beigetragen, ohne das bereits eine Entwarnung für die weitere Entwicklung der Grundwasserstände gegeben werden kann. Die Infiltration ist vorsorglich weiterhin außer Betrieb.


Nach einem sehr nassen Dezember fielen im Januar 2011 in etwa durchschnittliche Niederschlagsmengen. Der Februar fiel dagegen zu trocken aus, es wurden weniger als die Hälfte der langjährig mittleren Niederschlagsmengen erreicht.

Diese hinsichtlich Vernässungen glückliche Witterungsentwicklung führt zu einer leichten Entspannung in der aktuellen Situation hoher Grundwasserstände, ohne dass jetzt schon eine generelle Entwarnung gegeben werden kann. Bei einer ähnlichen Witterung wie 2010 sind in den nächsten Wochen auch wieder steigende Grundwasserstände noch möglich.

Grundwasserwasserstand östlich Geinsheim

Abb. 1: Grundwasserganglinie der Messstelle G50620 mit der Niederschlgsverteilung an der Lysimeterstation Eschollbrücken  Bild größer
© Hessenwasser 2011

Der Grundwasserstandsrückgang nach dem Maximum der letzten Wochen war mit bis zu ca. 0,4 m dort am stärksten, wo aufgrund geringen Abstands zwischen Grundwasser- und Geländeoberfläche schon zeitnah im Januar die Hochstände erreicht worden waren, wie in Wallerstädten. Auch in Nähe zum Rhein hat der sinkende Pegelstand der letzten Wochen überdurchschnittliche Grundwasserstandsrückgänge bewirkt.

In den anderen Gebieten mit höheren Grundwasserflurabständen erfolgt die Entwicklung zeitverzögert, so dass dort bis März noch leicht steigende Grundwasserstände oder erst noch geringe Rückgänge zu verzeichnen waren.

Exemplarisch für mittlere Fluranstände und eine weitgehend von natürlichen Einflüssen bestimmte Grundwasserstandsentwicklung ist die  Grundwasserstandsganglinie (blaue Perlenschnur) aus dem Bereich Stockstadt/Crumstadt abgebildet (Abb.1). Mit dargestellt ist die Abweichung der Sommerniederschläge (rot) bzw. Winterniederschläge (blau) vom langjährigen Mittel an der Messstation Eschollbrücken. Erkennbar ist ein zeitverzögerter Anstieg des Grundwasserstands, der hier erst im Februar markant wurde und abgeschwächt noch bis in den März andauert.

Bei etwa vergleichbarem Flurabstand und beispielhaft für die durch Infiltration beeinflussbaren Gebiete steht die  Grundwasserstandsganglinie der Messstelle 527260 im Infiltrationsbereich Gernsheimer Wald (Abb. 2). Sie zeigt zeitverzögert das Maximum im  Februar und ab März einen leichten Rückgang der Grundwasserstände. Die Infiltration ruht seit Anfang Januar 2011.

Fazit: Trotz des Grundwasserstandsrückgangs in vernässungsempfindlichen Gebieten, kann noch keine generelle Entwarnung bezüglich hoher Grundwasserstände gegeben werden.
Aufgrund höherer Flurabstände ist im Umfeld der Infiltrationsanlagen die Entwicklung weniger schnell und stark ausgeprägt sowie aufgrund örtlicher Faktoren weniger einheitlich.
In 4 von 14 für die Infiltration repräsentativen Messstellen liegen die Grundwasserstände im März über den Abschaltwerten für die Infiltration. In 10 Fällen liegen sie darunter.

Weil weiterhin ein hohes Niveau vorhanden ist und mit einer durchschnittlichen Witterung normalerweise noch erneut steigende Grundwasserstände bis in den Mai möglich sind, wird die Infiltration im März zunächst nicht wieder in Betrieb genommen. Dies betrifft vorsorglich auch die Teilbereiche, in denen die Abschaltwerte nicht erreicht werden.

Im April erfolgt eine erneute Prüfung und Beurteilung der Situation hinsichtlich des Infiltrationsbetriebs anhand der dann gemessenen Grundwasserstände und einer Prognose der weiteren Entwicklung. Die aktuellen 2-Wochen-Wetterprognosen sagen nur wenig Niederschlag voraus, so  dass bis April verbreitet sinkende Grundwasserstände erwartet werden können.



Grundwasserstand nahe Allmendfeld
Abb.2: Grundwasserganglinie der Messstelle 527260 am Johannishof in Allmendfeld  Bild größer
© Hessenwasser 2011

Hessenwasser GmbH & Co. KG

Betriebsführung Wasserverband Hessisches Ried
Volker Manger


 

 

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