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Aktuelles: Maßnahmen zur Begrenzung des Grundwasseranstiegs in Pfungstadt-Hahn
Geschrieben am 25.06.09  Optionen: Druckversion Artikel versenden

Bohrung in Pfungstadt-HahnDer Ortsteil Hahn der Stadt Pfungstadt gehört zu den Gebieten des Hessischen Rieds, die besonders unter witterungsbedingt hohen Grundwasserständen zu leiden haben. Nach einer Bauzeit von sieben Monaten wurde am 16.05.2009 eine neue Brunnenanlage zur Begrenzung des Grundwasserstandes in Betrieb genommen.


1999 erste nasse Keller

Als im Jahr 1999 die Nassperiode im Hessischen Ried ihren Anfang mit stark ansteigendem Grundwasser nahm, kam die erste Meldung eines vernässten Kellers aus Pfungstadt-Hahn. Mit weiterem Anstieg des Grundwassers und den Höchstständen in den Jahren 2001 bis zum Februar 2003 kamen Meldungen aus dem ganzen Hessischen Ried hinzu. Mehr als 600 grundwasserbedingte Schadensfälle wurden dem Regierungspräsidium gemeldet, Schätzungen gehen davon aus, dass weitaus mehr Häuser betroffen waren und aus Furcht vor Wertverlust nicht gemeldet wurden. Der Not gehorchend wurden auch in Pfungstadt-Hahn die Keller leergepumpt und das Wasser in die Kanalisation geleitet. Dieses „Fremdwasser“ hat in der Kläranlage eigentlich nichts zu suchen und führt dazu, dass die Reinigungsleistung beeinträchtigt wird.

Mit dem Auftreten entsprechender witterungsbedingter Nassperioden ist auch zukünftig zu rechnen, in Pfungstadt-Hahn werden die Grundwasserstände jedoch nicht mehr auf das Niveau der Jahre 2001 – 2003 ansteigen können, da 3 Brunnen am Ortsrand den Grundwasseranstieg zukünftig begrenzen werden.


Neue Brunnen in Hahn

Schaltschrank und Abschlussbauwerke der drei neuen Schutzbrunnen in Pfungstadt-Hahn
© BGS UMWELT 2009


Schutzbrunnen senken Grundwasserstand bei Bedarf ab

Mit Knopfdruck nahm Bürgermeister Baier am 16.05.2009 die Anlage in Betrieb. Die drei Förderbrunnen sind ca. 18 m tief, sie werden betrieben in Abhängigkeit vom Grundwasserstand, der an einer Messstelle im Siedlungsgebiet kontinuierlich gemessen und aufgezeichnet wird. Steigt das Grundwasser bis ca. 3,0 m unter das Gelände an, wird zunächst ein Brunnen eingeschaltet, bei weiterem Anstieg werden alle drei Brunnen betrieben. Bei mittleren und niedrigen Grundwasserständen sind die Brunnen außer Betrieb. Das geförderte Wasser wird auf der Höhe der alten Kläranlage in den Lohraingraben geleitet.

Planung und Bauüberwachung der Gesamtmaßnahme lagen bei der BGS Umweltplanung GmbH. Bei der offiziellen Inbetriebnahme wies Bürgermeister Baier darauf hin, dass die Investitionssumme von ca. 350.000 Euro angesichts der großen Schäden in den Häusern gut angelegtes Geld sei und das Siedlungsgebiet Pfungstadt-Hahn auch gegenüber zukünftigen Unwägbarkeiten des Klimas zukunftssicher gemacht habe.



Einlauf in den Lohraingraben

Einlauf des geförderten Grundwassers in den Lohraingraben
© BGS UMWELT 2009

Redaktion GWO hg, mf



 

 

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