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Aktuelles: Grundwasserbewirtschaftung Weiterstadt: „Win-Win-Situation für alle Beteiligten“
Geschrieben am 04.05.07  Optionen: Druckversion Artikel versenden

Start in Weiterstadt„Bei diesem Projekt gewinnen alle.“ Dies war die einhellige Meinung beim offiziellen Start der Grundwasserbewirtschaftung in Weiterstadt am vergangenen Freitag. Die umfangreichen Bauarbeiten zum „Westwaldprojekt“, das unter dem Motto "Bebauung schützen, dem Wald und der Landwirtschaft nützen" bekannt geworden ist, sind hiermit abgeschlossen. Nach dem Start in Griesheim im Oktober 2006 beginnt nun in auch in Weiterstadt der Probebetrieb. 


Langer Sprint zum Ziel

„Dies ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, die Stadt Weiterstadt, die Landwirtschaft und den Westwald“. Bei Weiterstadts Bügermeister Peter Rohrbach war die Freude über den Abschluss der Bauphase und den Beginn der aktiven Grundwasserbewirtschaftung in Weiterstadt deutlich spürbar. Die Vorteile seien offensichtlich: Der Stadtteil Braunshardt werde vor Kellervernässungen durch ansteigendes Grundwasser geschützt, die Landwirtschaft könne die Beregnung von gereinigtem Kläranlagenwasser auf Grundwasser umstellen und der Westwald erhalte Wasser zu seiner Sanierung.

Bürgermeister Rohrbach erinnerte daran, das von der Idee bis zur Realisierung 8 Jahre ver-gangen seien. Er dankte allen Beteiligten für die Ausdauer und Kooperationsbereitschaft. Es sei ein langer Weg und in den die letzten Wochen der Bauphase ein langer Sprint gewesen. Letztendlich seien aber alle finanziellen, planerischen und technischen Hindernisse über-wunden worden. Namentlich dankte er u.a. Rolf Meinhardt vom Boden- und Beregnungsverband Weiterstadt für sein Engagement.


Wasser Marsch in Weiterstadt

Start der aktiven Grundwasserbewirtschaftung in Weiterstadt (von rechts): Bürgermeister Peter Rohrbach (Weiterstadt), Forstamtsleiter Arnulf Rosenstock (Darmstadt), Regierungspräsident Gerold Dieke, Heiko Gerdes (Planungsbüro BGS Umwelt), Lothar Litters (Vorstand HSE), Martin Hostalek (Merck KgaA), Rolf Meinhardt (BBV Weiterstadt) 
© BGS UMWELT 2007


Federführung bei der Oberen Wasserbehörde

Auch Regierungspräsident Gerold Dieke betonte, dass durch den intensiven Dialog aller Beteiligten immer wieder Lösungen für diese „intelligente Grundwasserbewirtschaftung“ gefunden worden seien. Namentlich dankte er der Projektleiterin aus seinem Haus, Frau Petra Vogel, für Ihr besonderes Engagement. Mit dem heutigen Start seien zwei Projektziele bereits erreicht: der Schutz der Bebauung in Braunshardt vor Vernässungen und die Befreiung der Landwirtschaft von eingrenzenden Auflagen bei der Beregnung . Er hoffe, das auch das dritte Ziel, die Stabilisierung des Westwaldes, mittelfristig erreicht werde.


Auf extreme Wetterlagen vorbereitet

Heiko Gerdes vom Ingenieurbüro BGS Umwelt beleuchtete das Projekt vor dem Hintergrund aktueller Nachrichten über das Wetter und den Klimawandel. Meldungen vom März 2007 zu neuen befürchteten Kellervernässungen in Braunshardt stünden dem trockensten, wärmsten und sonnigsten April diesen Jahrhunderts gegenüber. Mit den neuen Anlagen in Weiterstadt könne man nun „auch auf extremes Wetter bestmöglich reagieren.“ Unter dem Aspekt des Klimawandels sei das Projekt für das Hessische Ried und weit darüber hinaus von besonderem Interesse.


Neuen Pumpen des BBV Griesheim

Neue Pumpen in der Pumpstation BBV Weiterstadt
© BGS UMWELT 2007



Intensives Monitoring und komplizierte Steuerung

Schutz vor Vernässungen und Setzrissschäden in Weiterstadt, kurzfristig stark wechselnder Wasserbedarf der Landwirtschaft, Sicherstellung der  Grundwasseranhebung im Westwald – die Liste der zu berücksichtigen Rahmenbedingungen ist lang und oftmals widersprüchlich. Das klare Projektmotto konnte daher nur mit einer aufwendigen Anlagensteuerung realisiert werden. Der nun beginnende Probebetrieb wird durch ein intensives Überwachungsprogramm begleitet. Gerdes zeigte sich davon überzeugt, dass sich hieraus ein weiteres Optimierungspotential für die Zukunft ergeben werde.

Auch Bürgermeister Rohrbach blickt gespannt auf die Ergebnisse der neuen Grundwasser-bewirtschaftung. Aus den Erfahrungen erwarte man auch Hinweise auf die weitere Vorgehensweise in Schneppenhausen und Gräfenhausen.

Aufwendige Baumaßnahen

Die wesentlichen Bauelemente des Projektes sind:
  • 13 neue Brunnen in Weiterstadt
  • Ertüchtigung 9 alter Brunnen
  • 9 Grundwassermessstellen
  • 6.600 m Rohrleitungen
  • 22 km Strom- und Steuerkabel
  • 2 Schachtbauwerke
  • 2 Schaltstationen
  • 1 Pumpstation
  • 1.100 m Infiltrationsgräben
Die Gesamtkosten des Teilprojektes Weiterstadt belaufen sich auf 3,24 Mio. Euro. Sie wer-den getragen von:
  • Stadt Weiterstadt  900.000,- €
  • Land Hessen  724.000,- €
  • HSE Südhessische Energie AG  608.000,- €
  • Stadt Darmstadt  600.000.- €
  • Merck KgaA  408.000,- €
Weitere Informationen zum Projekt gibt es beim Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie.

Schema der Grundwasserbewirtschaftung


Schema der Grundwasserbewirtschaftung in Weiterstadt und Griesheim/Büttelborn 
[Bild größer] © BGS UMWELT 2007




Redaktion GWO / mf

 

 

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