Hessenwasser Stadtwerke-Mainz Wasserwerk Gerauer Land Wasserverband Hessisches Ried Riedgruppe-Ost Elektrizitätswerk Rheinhessen AG Regierungspräsidium-Darmstadt
::Startseite ::Suchen ::Sitemap :: Login       
Grundwasserstand
Aktuelle Messwerte

° Motivation
° Ziele
° Partner
° Fakten

° Aktuelles
° Niederschlag
° Grundwasserstand
° Messstellen/Kartenserver
° Pegelstände
° Flurabstand

° Naturraum
° Grundwasser
° Technik
° Recht
° Links


° Impressum

Aktuelles: ''Westwaldprojekt'': Wasser marsch in Griesheim
Geschrieben am 20.10.06  Optionen: Druckversion Artikel versenden

Das Projekt, das unter dem Motto steht "Bebauung schützen, dem Wald und der Landwirtschaft nützen", hat am Freitag, den 06.10.2006 eine neue Phase erreicht. Die Anlagen in Griesheim wurden von den Projektpartnern bei einer Feierstunde offiziell in Betrieb genommen.

Vision wird Realität

Unter reger Beteiligung aller Projektbeteiligten erfolgte der Startschuss für die Grundwasserbewirtschaftung Griesheim-Büttelborn, die zusammen mit der Grundwasserbewirtschaftung in Weiterstadt verkürzt oft als "Westwaldprojekt" bezeichnet wird. Der Platz am roten Startknopf wurde schon etwas knapp, als die Grundwasserentnahme- und Infiltrationsanlagen in der Halle des Beregnungs- und Bodenverbandes Griesheim symbolisch in Betrieb gesetzt wurden.

Als Gastgeber hatte Bürgermeister Norbert Leber aus Griesheim zuvor die Gäste begrüßt. Er drückte seine Freude über das Gelingen des so lange diskutierten Projektes aus. Für die Bürger in Griesheim sei der nun gewährleistete Schutz vor Kellervernässungen eine große Errungenschaft.

Für Horst Gölzenleuchter als Bürgermeister der Gemeinde Büttelborn stand die andere Seite des Projektes, der Nutzen des Waldes, im Vordergrund. Das vom Boden- und Beregnungsverband Griesheim entnommene Wasser wird u.a. im Büttelborner Gemeindewald über Gräben wieder zur Versickerung gebracht. Die höheren Grundwasserstände sollen zu einer Stabilisierung und Erholung der geschädigten Bestände im Gemeindewald beitragen.

Auf einen weiteren Vorteil der Anlage wies Regierungspräsident Gerold Dieke hin. Die aus Projektmitteln erbauten neuen Brunnen und die zusätzlichen Versorgungsleitungen ermöglichten den Mitgliedern des BBV Griesheim auch eine optimierte landwirtschaftliche Beregnung mit Grundwasser. Der in Griesheim weit verbreitete Sonderkulturanbau könne auf diese Weise gesichert und ausgebaut werden.

Heiko Gerdes vom Planungsbüro BGS Umwelt betonte die erfolgreiche Verknüpfung zunächst unabhängiger und oftmals widerstrebender Interessen in einem gemeinsamen Projekt. Die Grundwasserbewirtschaftung Griesheim-Büttelborn verdiene, zusammen mit der bald in Betrieb gehenden Anlage in Weiterstadt, zu Recht das Etikett eines "Integrierten Wasser-Ressourcen-Managements". Sie habe eine Vorbildfunktion weit über Hessen hinaus.





Offizieller Start in Griesheim (von links): Hans Lenhardt (BBV Griesheim), Birgitt Kretzschmar (Stadt Darmstadt), Bürgermeister Peter Rohrbach (Weiterstadt), Bürgermeister Norbert Leber (Greisheim), Regierungspräsident Gerold Dieke, Martin Hostalek (Merck KgaA), Heiko Gerdes (Planungsbüro BGS Umwelt), Ulrich Wawrzik (HSE, verdeckt), Bürgermeister Horst Gölzenleuchter (Büttelborn)
© BGS UMWELT 2006




Gemeinsam zum Ziel

Das "Westwaldprojekt" wird von vielen Schultern gemeinsam getragen. Die Kosten für das Teilprojekt in Griesheim belaufen sich auf 1,46 Millionen Euro. Beteiligt sind das Land Hessen (216.000 €), die Firmen Merck KGaA (180.000 €) und HEAG Südhessische Energie AG (122.000 €) sowie die Kommunen Darmstadt (180.000 €), Griesheim (700.000 €) und Büttelborn (60.000 €). Der BBV Griesheim unter der Leitung von Hans Lenhardt hat durch engagierte Eigenleistungen zu einer Begrenzung der Kosten beigetragen. Der BBV stellt sein Leitungsnetz für die Maßnahme zur Verfügung.

Täler und Berge im Grundwasser

Zum Schutz der Griesheimer Bebauung vor Vernässungsschäden wurden im Westen Griesheims drei Brunnen errichtet und an das Beregnungsnetz des BBV Griesheim angeschlossen. Die Brunnen senken den Grundwasserspiegel bei Bedarf ab, um die Bebauung dauerhaft vor Vernässungen zu schützen.

Das geförderte Wasser wird zur Verbesserung der Grundwassersituation über zwei Gräben in den Waldgebieten Büttelborner Wald und Harras zur Versickerung gebracht. Mit dem "Grundwassertal" in Griesheim wird also ein gezielter "Grundwasserberg" in den Wäldern erzeugt.

Im Weigandsbusch, einem Feuchtbiotop im Norden von Griesheim, dient das Wasser der qualitativen und quantitativen Verbesserung der Wasserhaushaltes. Das bisher vom Darmbach unzureichend gespeiste Becken wird zukünftig durchgängig mit sauberem Grundwasser versorgt.

Um die Gebiete erreichen und bewässern zu können, wurden neben den drei Brunnen u.a. 2.000 m Druckleitungen, 2.700 m Strom- und Steuerkabel, 1.200 m Infiltrationsgräben, mehrere Schachtbauwerke gebaut. 5 neue Grundwassermessstellen dienen der Überwachung der Grundwasserstände. Die Leitungen des BBV Griesheim wurden bis in die genannten Infiltrationsbereich hinein verlängert.

Ständige Überwachung

Die Wirkung der Gesamtanlage auf die Grundwasserstände wird in den nächsten Jahren regelmäßig überwacht werden. Interessant ist vorwiegend die Frage, wie stark der Grundwasserspiegel in den Infiltrationsgebieten im Darmstädter Westwald und im Büttelborner Wald tatsächlich im Alltagsbetrieb angehoben werden kann. Die Ergebnisse dieses "Monitorings" werden in konkrete Steuerungsempfehlungen für den Brunnenbetrieb und die Infiltration münden.




Einbau der Förderpumpe in einen der drei neu gebohrten Brunnen des Beregnungs- und Bodenverbandes Griesheim am Westrand von Griesheim
© BGS UMWELT 2006





Frisch ausgehobener Versickerungsgraben im Büttelborner Wald
© BGS UMWELT 2006


 

 

ein kostenloser Informationsdienst von :
EWR Hessenwasser Riedgruppe-Ost Regierungspräsidium Darmstadt Wasserwerk Gerauer Land Stadtwerke Mainz AGWasserverband Hessisches Ried

Alle Logos und Markenzeichen auf dieser Seite unterliegen dem Copyright der jeweiligen Besitzer. Alle anderen Artikel und Beiträge unterliegen dem Copyright © 2002-2006 von Grundwasser-Online. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stehen im Verantwortungsbereich des jeweiligen Verfassers.