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Aktuelles: ''Westwaldprojekt'': Bauarbeiten laufen
Geschrieben am 22.08.05  Optionen: Druckversion Artikel versenden

Unter dem Motto "Bebauung schützen - dem Westwald und der Landwirtschaft nützen" wurde im April 2004 eine gezielte Grundwasserbewirtschaftung für den Westwald sowie für die Städte Weiterstadt und Griesheim vereinbart. In der Planungsphase wurden die vielfältigen Ziele zu einem gemeinsamen Projekt verknüpft: Waldsanierung durch Grundwasseranreicherung, Schutz der Siedlungen vor Vernässungen durch Brunnen, die auch zur landwirtschaftlichen Beregnung genutzt werden. Nun laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren.

Das Land Hessen, die Firmen Merck KGaA und HEAG Südhessische Energie AG sowie die Städte Darmstadt, Griesheim und Weiterstadt vereinbarten im April 2004 per Vertrag eine gezielte Grundwasserbewirtschaftung für den Raum westlich von Darmstadt. Das Konzept ist klar: Der Westen Griesheims und große Teile von Weiterstadt werden durch eine gezielte Grundwasserentnahme vor Vernässungen bei hohen Grundwasserständen geschützt; das durch Brunnen geförderte Wasser wird anschließend für die Sanierung des Westwaldes und die landwirtschaftliche Beregnung eingesetzt. In der Planungsphase waren noch viele Hürden zu nehmen und Details zu klären. Doch nun laufen in der Gemarkung Weiterstadt an vielen Punkten die Bauarbeiten.

Weiterstadt: Leitungsnetz nahezu fertig, Brunnen im Bau

Die Probebohrungen und Pumpversuche für die insgesamt 13 Entnahmebrunnen in Weiterstadt wurden bereits abgeschlossen, z.Zt. läuft die Vergabe für den eigentlichen Brunnenbau. Sechs Brunnen entstehen entlang der Kreisstraße am Nordrand von Weiterstadt, die übrigen nahe der B42 am Südrand der Stadt. In den vergangenen Monaten war auch der Boden- und Beregnungsverband (BBV) Weiterstadt aktiv an der Umsetzung beteiligt. In Eigenregie wurde das landwirtschaftliche Beregnungsnetz des Verbandes an die neue Versorgung von Norden her angepasst und die Zuleitungen zu den Infiltrationsstellen verlegt. Die gezielte Anhebung des Grundwasserstandes wird zukünftig an mehreren Stellen im Westwald erfolgen. Von Weiterstadt aus werden die Waldgebiete Triesch und Harras beliefert. Als Infiltrationsstellen werden vorhandene Teiche (Naturschutzgebiet Löserbecken) und alte Gräben verwendet. Die notwendige Leitungsquerung des Darmbaches wurde bereits mit einer Horizontalbohrung hergestellt.



Die Verknüpfung zunächst unterschiedlicher Ziele - Siedlungsschutz vor Vernässungen, Bedarf der landwirtschaftlichen Beregung insbesondere bei heißem Wetter und die langfristigen Bedürfnisse des Waldes - wird u.a. über eine aufwendige Steuerung der Anlage erreicht. So wird es z.B. möglich sein, die nicht von der landwirtschaftlichen Beregnung benötigten Fördermengen zeitgleich in den trockenen Westwald zu leiten - die Infiltrationsstellen werden auch im Sommer nicht trocken fallen.

Planungsphase in Griesheim

In Griesheim befindet sich das Projekt in der Planungsphase. Die Grundwasserentnahme wird am Westrand des Ortes durch Brunnen des BBV Griesheim erfolgen, als Einleitungsstellen sind der "Löschteich" am Margarethenhof, zwei Gräben (jeweils Büttelborner Wald) und das Becken "Weigandsbusch" nördlich von Griesheim vorgesehen. Im Weigandsbusch kann durch die Maßnahme das Wasser des Darmbaches, das bisher in Teilen in das Becken floss, durch Grundwasser ersetzt werden.

Erwartungen hoch

Die in das Projekt gesetzten Erwartungen sind groß. Die Forstwirtschaft hofft auf eine spürbare Erholung des stark geschädigten Westwaldes, die Bauern auf bessere Beregnungsmöglichkeiten und die Bürger in Griesheim und Weiterstadt auf einen dauerhaften Schutz vor Kellervernässungen. Dass hohe Grundwasserstände in Weiterstadt und Braunshardt nicht nur in Nassjahren drohen, haben grundwasserhydraulische Simulationsrechnungen gezeigt. Die lange von allen Seiten geforderte und schließlich von der Firma Merck auch umgesetzte Reduzierung ihrer Fördermengen wird noch mehrere Jahre einem Grundwasseranstieg westlich Darmstadts bewirken - zur Freude des Westwaldes. Trotz aller Planungen und Berechnungen: Erst die Praxis wird zeigen, wie die genaue Steuerung der Brunnen und der Infiltration im Westwald zu erfolgen hat. Die Auswirkungen des Projektes werden daher im Rahmen eines Monitoringverfahrens systematisch überwacht werden. Vor der Inbetriebnahme ist eine umfassende Information der Öffentlichkeit durch die Projektträger vorgesehen.

Becken "Weigandsbusch" nördlich Griesheim

 

 

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