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Aktuelles: Zuwässerung schützt Feuchtvegetation im Pfungstädter Moor
Geschrieben am 09.11.04  Optionen: Druckversion Artikel versenden

Seit April 2000 wird innerhalb des Pilotprojektes "Wiedervernässung Pfungstädter Moor" zu Trinkwasserqualität aufbereitetes Rheinwasser in den zentralen Teil des Pfungstädter Moores eingeleitet. Ziel des Projektes ist die Revitalisierung der geschädigten Moorvegetation. Die Zuwässerung hat im extremen Trockenjahr 2003 und im Jahr 2004 ihre Leistungsfähigkeit zum Schutz der Feuchtbiotope belegt.



Wiederansiedlung seltener Arten

Durch die gezielte Zuwässerung und die hohen Grundwasserstände der Nassperiode 1999-2003 kam es im Pfungstädter Moor zu einer Wiederansiedlung zuvor verschollener, moortypischer Tier- und Pflanzenarten. Ein Beispiel hierfür ist die Scheinzypergras-Segge, eine in Hessen gefährdete Pflanzenart der Roten Liste ("gefährdet"), die seit Jahren nicht mehr im Pfungstädter Moor existierte.
Etwa 15 Jahre lang konnte auch der Sumpf-Lappenfarn nicht mehr im Pfungstädter Moor nachgewiesen werden. Er ist nun wieder in den nassen Erlenbeständen des Pfungstädter Moores regelmäßig zu finden.
Die großen Schilfbestände des Moores sind die Heimat zahlreicher seltener Vogelarten. Die Beobachtung der Zwerg-Rohrdommel, einer bundesweit vom Aussterben bedrohten Vogelart, ließ bereits im Jahr 2001 die Ornithologen aufhorchen.


Ehemalige Torfgrube im Pfungstädter Moor mit Scheinzypergras-Segge und Zuwässerungsleitung © BGS Umwelt


Erfolge sichern

Die extreme Trockenheit des Jahres 2003 und die auch im Jahre 2004 fallenden Wasserstände hätten ohne eine gezielte Zuwässerung die bisherigen Erfolge bei der Revitalisierung des Moores gefährdet. Durch die Einleitung von bis zu 60 m³ Wasser/h konnte das Absinken der Grundwasserstände zumindest im wertvollen Zentrum des Pfungstädter Moores stark gebremst und in jüngster Zeit wieder umgekehrt werden. Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass die empfindliche Moorvegetation jeder Zeit einen Anschluss an das Grundwasser hatte.

Die Zuwässerung wird über die Ganglinien von vier Steuerungsmessstellen geregelt. "Abschaltwerte" schützen die angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzflächen vor Vernässungen. Der "Einschaltwert" an der Messstelle BGS-00-ÖK6 regelt, wann nach der Beendigung von Grundwasserhochständen wieder mit der Zuwässerung begonnen werden sollte. Die jeweils aktuellen Ganglinien der Steuerungsmessstellen können über den öffentlichen Kartenserver abgerufen werden.



Entwicklung der Grundwasserstände im Pfungstädter Moor


Für das Jahr 2004 wird eine Einleitungsmenge von etwa 250.000 m³ erwartet. Die Hessenwasser GmbH & Co. KG mit Sitz in Groß-Gerau hat sich den Schutz des Pfungstädter Moores auf die Fahnen geschrieben. Sie übernimmt die Kosten für die vom Wasserverband Hesssiches Ried in Biebesheim betriebene Aufbereitung und Lieferung des Einleitungswassers. Das Wasserrecht für die Einleitung liegt bei der Stadt Pfungstadt.

Weitere Informationen:
Hessenwasser GmbH & CO KG
Ressourcenmanagement (T-WM)
Taunusstr. 100
64521 Groß-Gerau
Tel.: 069/25490-0
www.hessenwasser.de

Wasserverband Hessisches Ried
Justus-von-Liebig-Str. 10
64584 Biesbesheim
Tel.: 06258/896-0
www.whr-biebesheim.de

Stadt Pfungstadt
Postfach
64310 Pfungstadt
Tel.: 06157/988-1188
www.pfungstadt.de


 

 

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