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Aktuelles: Klimaveränderungen: Konsequenzen für die Wasserwirtschaft?
Geschrieben am 02.11.04  Optionen: Druckversion Artikel versenden

Aufgrund menschlicher Einflussnahme wird inzwischen eine weltweite Erwärmung der mittleren Lufttemperatur um 1,4 bis 5,8 °C für die nächsten 100 Jahre prognostiziert. Im Projekt KLIWA werden "Klimaveränderungen und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft" intensiv untersucht. Erste Ergebnisse wurden inzwischen vorgestellt.



Anlass des Projektes: Klimatische Veränderungen

Die zunehmende Erwärmung der Erdoberfläche hat zwangsläufig auch eine Intensivierung des Wasserkreislaufs zur Folge. Aufgrund der engen Koppelung zwischen Klima und Wasserwirtschaft können sich erhebliche Auswirkungen auf die Abflüsse oberirdischer Flusseinzugsgebiete ergeben. Veränderungen der Wasserhaushaltsgrößen wiederum hätten unmittelbare Auswirkungen auf wesentliche Teilbereiche der Wasserwirtschaft, z.B. auf den Hochwasserschutz, die Wasserversorgung, die Verfügbarkeit und Beschaffenheit der Grundwasservorräte, die Gewässer und die Siedlungsentwässerung.

Um die bisher mehr für größere Erdteile gemachten Klimamodelle auch für regionale hydrologische und wasserwirtschaftliche Fragestellungen nutzbar zu machen, wurde 1999 das Kooperationsprojekt KLIWA vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und den Wasserwirtschaftsverwaltungen der Länder Baden-Württemberg und Bayern ins Leben gerufen. Zur fachlichen Beratung ist die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) beteiligt.

Projektinhalte

Bisherige Arbeitsschwerpunkte im Rahmen von KLIWA waren vor allem Analysen langjähriger Aufzeichnungen hydrometeorologischer und hydrologischer Messwerte. Es folgte die Erstellung regionaler Klimaszenarien und der Vergleich der Ergebnisse möglicher Klimaveränderungen. Im nächsten Schritt wurden dann die Ergenisse der Klimaszenarien in Wasserhaushaltsmodelle eingebracht, so dass nun erste Informationen zum Wasserhaushalt des Neckargebietes, der Oberen Maingebietes und des Rheingebietes vorliegen.
Aufgrund der räumlichen Nähe können die Ergebnisse mit gewissen Einschränkungen vermutlich auch auf das Hessische Ried übertragen werden.

Erste Ergebnisse aus Analysen langjähriger Aufzeichnungen

Inzwischen liegen erste Ergebnisse des Projektes vor. Für den Untersuchungsraum gilt:
  1. Die mittleren monatlichen Lufttemperaturen haben deutlich zugenommen, vor allem in den 90er Jahren und dabei insbesondere im Winter.
  2. Die Anzahl der Tage mit Schneedecke hat in tieferen und mittleren Höhenlagen deutlich abgenommen (mildere, schneeärmere Winter).
  3. Die Niederschlagsverteilung innerhalb des Jahres verändert sich trotz etwa gleich bleibender Jahresgesamtsumme: Das Winterhalbjahr ist feuchter geworden, das Sommerhalbjahr trockener. Regional haben Starkniederschläge im Winter deutlich zugenommen.
  4. Die Abflussmengen der Flussläufe lassen nur während der letzen 30 bis 40 Jahre, regional und bei Hochwasser eine Zunahme erkennen. Entsprechend der nahezu unverändert gebliebenen Jahressumme der Niederschläge haben sich auch die jährlichen Abflüsse kaum verändert. Allerdings hat die Häufigkeit kleinerer Hochwässer insbesondere im Winterhalbjahr gebietsweise zugenommen.
Ausblick

In den folgenden Arbeitsschritten sollen die verwendeten Szenarien und Modelle weiter verbessert und und durch ein Messprogramm zur Efassung künftiger Veränderungen des Klimas und des Wasserhaushaltes ergänzt werden. In einem weiteren Schritt (bis 2006) sollen die sozioökonomischen Konseqeunzen untersucht werden.

Eine klimatische Prognose gilt dabei schon heute als sicher: Der Trend zu erhöhten Winterniederschlägen wird sich zukünftig fortsetzen.


Weitere Informationen:
Projektseite von KLIWA: http://www.kliwa.de/

Deutscher Wetterdienst
GF Hydrometerologie
Kaiserleistr. 44
63067 Offenbach
Tel.: 069/8062-0
Email: hydromet@dwd.de

 

 

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