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Wasserwerke im Ried sichern eine nachhaltige Wasserversorgung in 2004
Geschrieben am 18.05.04  Optionen: Druckversion Artikel versenden

Das Jahr 2003 war ab März ein außerordentliches Trockenjahr. Die Grundwasserstände sanken von den höchsten Werten seit 1970, um über einen Meter. Dank des laufenden kontinuierlichen und aktuellen Grundwassermonitorings wurde der Trend frühzeitig erkannt. Die erforderlichen Maßnahmen zur Grundwasserbewirtschaftung wurden daraufhin unverzüglich eingeleitet.

Aktuelle Situation

Aktive Grundwasserbewirtschaftung erfolgt durch Infiltration seitens des WHR im Hessischen Ried und der Hessenwasser im Frankfurter Stadtwald. Hinzu kommt das regionale Bezugs- und Liefermanagement der Hessenwasser im ausgleichenden Leitungsverbund der Region Südhessen. Kunden mit nachlassender Eigengewinnung wurden und werden mit erhöhten Lieferungen durch Hessenwasser aus infiltrationsgestützten Wasserwerken unterstützt. Ebenso bezog Hessenwasser in 2003 höhere Mengen aus dem infiltrationsgestützten Wasserwerk Jägersburg des Wasserbeschaffungsverbands Riedgruppe-Ost. Die regionale Zusammenarbeit und die Infiltrationen sichern durch Stabilisierung der Grundwasserstände eine umweltverträgliche und nachhaltige Wasserversorgung auch in Trockenjahren.

Prognose der weiteren Entwicklung

Die Niederschläge des Winters 2003/04 lagen um ca. 25% unter dem Durchschnitt. Bisher ist daher ein geringerer Grundwasseranstieg messbar, als es in Winterhalbjahren üblich ist. Nur in Rheinnähe hat der normalisierte Rheinpegel zu einem markanten Anstieg geführt. Die Infiltrationen haben ebenfalls einen leichten Anstieg des Grundwasserstandes bewirkt, allerdings wegen der erst kurzen Laufzeit bisher nur im engeren Umfeld der Infiltrationsorgane. Die Grundwasserstände im Hessischen Ried zeigen, gemessen am Grundwasserbewirtschaftungsplan, zumeist einen unterdurchschnittlichen Stand, sie liegen aber immer noch über den mittleren Werten der vorauslaufenden 25 Jahre.

In der Prognose wird nicht mit einem großräumigen und markanten Anstieg der Grundwasserstände gerechnet. Im Sommer werden sie statt dessen wie üblich zurückgehen. Nur wo verstärkt ausgleichend infiltriert wird, kann ein räumlich weiter reichender Anstieg erreicht werden. Zwar sind die unteren Grenzwasserstände zumeist noch nicht verbindlich in Wasserrechtsbescheiden geregelt, doch sind die Wasserförderunternehmen und der WHR schon heute bemüht, diese Werte wo immer möglich einzuhalten. Vereinzelt entsprechen die vorgeschlagenen unteren Grenzwasserstände nicht der langjährig beobachteten Schwankungsbreite. Die Erfahrungen eines Trockenjahrs 2004 könnten örtlich Fortschreibungsbedarf aufzeigen.

Ziele

Um die unteren Grenzwasserstände einhalten zu können, wurde die Infiltration sowohl im Ried, wie auch im Frankfurter Stadtwald in den letzten Monaten markant erhöht. Es werden die für Trockenjahre vorgesehenen hohen Mengen infiltriert. Interne und externe Fachexperten überwachen die Entwicklung des Grundwasserstands und sorgen, gesteuert nach Grundwasserständen, für die Anpassung der erforderlichen Infiltrationsmengen, sowie für die Optimierung der Entnahmen. Die Öffentlichkeit wird über das gemeinsame Internetportal www.grundwasser-online.de und die Firmen-Homepages aktuell über die weitere Entwicklung informiert.

Gemeinsam mit den Behörden wird derzeit ein Konzept entwickelt, um die infiltrationsgestützten Wasserwerke Eschollbrücken, Allmendfeld und Jägersburg verstärkt für die nachhaltig optimierte Wasserversorgung zu nutzen. Für Mensch und Umwelt ist es zukünftig erforderlich, den Ausbau der Infiltrationsanlagen im Lorscher Wald und den Endausbau Eschollbrücken/Pfungstadt zu realisieren sowie die infiltrationsgestützten Entnahmen zu erhöhen, um nicht infiltrationsgestützte Werke verstärkt entlasten zu können. Dadurch ist die Wasserversorgung in der Wirtschaftsregion Rhein-Main-Neckar jederzeit umweltverträglich sicherzustellen.

Für die Arbeitsgruppe Wasserwerke Hessisches Ried: Hessenwasser GmbH & Co KG

 

 

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